Sie verstehen, aber antworten können Sie noch nicht
Genau hier bleiben die meisten Vietnamesen stecken. Die Grammatik sitzt, die Wörter sind da — aber wenn Sie sprechen sollen, kommt kein Satz. Dieser Kurs gibt die ganze Zeit dafür, dass Sie den Mund aufmachen und sofort eine Korrektur bekommen.
Lernen an Situationen
Sechs Situationen, die Ihnen in Deutschland begegnen
Keine allgemeinen Themen. Jeder Termin übt eine konkrete Situation, die Sie wirklich auf Deutsch bewältigen müssen.
Arzttermin und Arztbesuch
Anrufen und einen Termin machen, Beschwerden schildern und nachfragen, wenn es zu schnell geht.
Anrufe und Termine bei Behörden
Sich vorstellen, das Anliegen nennen, um langsameres Sprechen bitten und die Angaben notieren.
Am Arbeitsplatz und in der Berufsschule
Nachfragen, wenn etwas unklar ist, den Stand melden und sich mit Kollegen und Vorgesetzten abstimmen.
Wohnung und Vermieter
Schäden melden, Fragen zum Vertrag stellen, mit Nachbarn und der Hausverwaltung sprechen.
Einkaufen und Dienstleistungen
Nach Waren und Preisen fragen, umtauschen und höflich, aber deutlich reklamieren.
Kennenlernen und Small Talk
Das Gespräch am Laufen halten, statt nach zwei Sätzen zu verstummen.
Den richtigen Kurs wählen
Konversation oder allgemeiner Kurs?
Diese beiden Kurse werden am häufigsten verwechselt. Der Unterschied liegt an Ihrem Ziel: schnell sprechen können oder ein Zertifikat für die Unterlagen.
Konversationskurs
Die Zeit geht in Hören und Sprechen. Grammatik nur so weit, wie es zum Sprechen nötig ist.
- Schwerpunkt Hören und Sprechen
- Grammatik und Schreiben Wenig
- Zeit bis zum Ergebnis Kürzer
- Für die Prüfung Reicht nicht
- Voraussetzung Abgeschlossenes A2
Allgemeiner Kurs A1–C1
Alle vier Fertigkeiten Niveau für Niveau. Langsamer, dafür solide und prüfungstauglich.
- Schwerpunkt Alle vier Fertigkeiten
- Grammatik und Schreiben Vollständig
- Zeit bis zum Ergebnis Länger
- Für die Prüfung Ja
- Voraussetzung Keine
Viele lernen im allgemeinen Kurs bis B1 und nehmen danach noch Konversation dazu, um die Scheu vor dem Sprechen zu verlieren. Die beiden Kurse schließen sich nicht aus.
Der Ablauf beim Üben
Kein Sprung ins kalte Wasser
Ein „reden Sie einfach“ macht schüchterne Lernende nur noch stiller. Jede Situation läuft über vier Schritte, bei denen die Hilfe abnimmt, bis Sie allein zurechtkommen.
Erst das Muster hören
Ein echtes Gespräch zu dieser Situation hören, Satzmuster und Reaktionen erkennen.
Üben mit Vorgabe
Wörter tauschen, Sätze ergänzen, nach einem festen Gerüst nachsprechen — noch ohne eigene Ideen.
Rollenspiel
Rollenspiel mit der Lehrkraft oder Mitlernenden, mit unerwarteten Wendungen.
Rückmeldung hören und wiederholen
Ein paar wichtige Punkte korrigieren und gleich noch einmal — der zweite Versuch läuft immer besser.
Der Umgang mit Fehlern
Kein Unterbrechen bei jedem Fehler
Wer bei jedem Wort eine Korrektur bekommt, traut sich noch weniger. Während Sie sprechen, greift die Lehrkraft nur ein, wenn ein Fehler das Verständnis verdreht. Die übrigen Fehler notiert sie und bespricht sie, wenn Sie fertig sind.
Das Ziel ist nicht fehlerfreies Sprechen. Das Ziel ist: Sie sprechen, und Ihr Gegenüber versteht genau das, was Sie meinen.
Aussprache, die zu Missverständnissen führt
Kommt zuerst dran — hört Ihr Gegenüber ein anderes Wort, kippt der ganze Satz.
Falsches Wort im Zusammenhang
Bedeutung stimmt, Stelle nicht — oder zu salopp für eine förmliche Situation.
Grammatik, die den Sinn verdreht
Falsche Zeit, falsches Objekt — Ihr Gegenüber versteht das Gegenteil. Alles Weitere kommt später.
Formulierungen, die nicht natürlich klingen
Grammatisch richtig, aber so sagt es niemand in Deutschland — dann kommt ein üblicherer Vorschlag.
Häufige Fragen
Bevor Sie sich anmelden
Den meisten in diesem Kurs geht es so, deshalb ist der Unterricht genau darauf gebaut: erst das Muster hören, dann nach einem Gerüst sprechen und erst danach frei. Wenn Ihnen Zuhörer wirklich unangenehm sind, ist Einzelunterricht für die ersten Monate angenehmer.
Besser nicht. Sprechen üben braucht schon etwas Wortschatz und ein paar Strukturen, sonst wird der Termin zum Grammatikunterricht. Beginnen Sie mit dem allgemeinen Kurs, schließen Sie A2 ab und wechseln Sie dann hierher — das dauert meist etwa 4–5 Monate, wenn Sie regelmäßig drei Termine pro Woche lernen.
Das hängt davon ab, wo Sie starten und wie viel Sie außerhalb des Unterrichts sprechen. Aber das Gefühl „ich traue mich“ kommt meist viel früher als „ich spreche gut“ — viele merken den Unterschied schon nach den ersten Terminen, einfach weil sie endlich einen Ort haben, an dem sie reden können, ohne dass jemand lacht.
Für den Teil Sprechen ja, für die ganze Prüfung nicht. Dazu kommen Hören, Lesen und Schreiben mit eigenem Format. Wenn Ihr Ziel ein Zertifikat ist, sehen Sie sich die Prüfungsvorbereitung oder den allgemeinen Kurs an.
Ja, und sagen Sie es am besten schon in der Beratung. Wer im Restaurant arbeitet, braucht anderes als jemand in der Pflege. Im Einzelunterricht kann sich fast der gesamte Inhalt um Ihre Branche drehen; im Gruppenkurs geht das im Rahmen der gemeinsamen Themen.
Rund 90 % der Termine halten muttersprachliche Lehrkräfte, die übrigen 10 % begleitet Frog-Job selbst. Die Lehrkräfte werden nach ihrer Aussprache ausgewählt, damit alles, was Sie im Unterricht hören und nachsprechen, von Anfang an richtiges Deutsch ist.
Der nächste Schritt
Sagen Sie Frog-Job, welche Situationen Ihnen schwerfallen
Arztbesuch, Anruf beim Amt oder Gespräche bei der Arbeit — Frog-Job baut die Inhalte genau um diese Situationen herum.